Vape-Ratgeber · 5 Min.
MTL, RDL oder DL: Welche Zugart passt zu dir?
MTL, RDL oder DL: Ohm, Watt, Airflow, Liquid und Nikotinstärke je Zugart im Vergleich, dazu welches Pod-System oder welcher Tank zu deinem Zug passt.
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Beim Selbermischen füllst du ein Longfill oder ein Aroma mit Base auf und gibst bei Bedarf Nikotinshots dazu. Die Stärke rechnest du so: Shotstärke mal Shotmenge, geteilt durch die Gesamtmenge. Ein Shot mit 20 mg/ml in 60 ml ergibt rund 3,3 mg/ml.
In der Szene heißt Selbermischen meistens: ein Longfill auffüllen. Wer ganz frei arbeitet, mischt aus Base und Aroma sein eigenes Rezept, das ist DIY im engeren Sinn. Shortfills gibt es auch, sie sind aber schon fertiges Liquid ohne Nikotin.
| Weg | Was du kaufst | Was du dazugibst | Aufwand |
|---|---|---|---|
| Longfill auffüllen | Aroma, meist 8 bis 20 ml in einer 60- oder 120-ml-Flasche | Base und bei Bedarf Nikotinshots bis zur Füllmarke | gering |
| Shortfill plus Shot | Fertiges Liquid ohne Nikotin, z. B. 50 ml in einer 60-ml-Flasche | Einen oder zwei Nikotinshots | sehr gering |
| Frei mischen (DIY) | Aroma in der 10-ml-Flasche und Base | Aroma in Prozent, Base und bei Bedarf Shots | mittel |
Wann sich Selbermischen gegenüber einem Fertigliquid lohnt, steht im Beitrag Fertiges Liquid oder Longfill.
Die Formel ist immer dieselbe: Shotstärke mal Shotmenge, geteilt durch die Gesamtmenge. Ein Shot hat 10 ml mit 20 mg/ml, also 200 mg Nikotin. Verteilen sich die 200 mg auf 60 ml, kommen 3,3 mg/ml heraus. Weil Shots nur als 10-ml-Flaschen kommen, rechnest du in ganzen Shots.
| Gesamtmenge | 1 Shot | 2 Shots | 3 Shots |
|---|---|---|---|
| 30 ml | 6,7 mg/ml | 13,3 mg/ml | 20 mg/ml |
| 60 ml | 3,3 mg/ml | 6,7 mg/ml | 10 mg/ml |
| 120 ml | 1,7 mg/ml | 3,3 mg/ml | 5 mg/ml |
Hat dein Shot eine andere Stärke, setzt du sie in die Formel ein. Ein Shot mit 10 mg/ml in 60 ml ergibt zum Beispiel 1,7 mg/ml. Was Freebase und Salz unterscheidet, erklärt Nikotinsalz oder Freebase.
Den Rest nimmt dir der Liquid-Rechner ab: Er zeigt für deine Flasche, wie viele Shots und wie viel Base hineingehören.
Ein Longfill ist eine große Flasche, in der nur das Aroma steckt, zum Beispiel 10 ml in einer 60-ml-Flasche. Den Rest füllst du mit Base und Shots auf. Die Füllmenge steht auf dem Etikett, an die hältst du dich, sonst stimmt der Geschmack nicht.
Bei 10 ml Aroma in 60 ml bleiben 50 ml frei. Für rund 3 mg/ml gibst du einen Shot und 40 ml Base dazu, für rund 6 mg/ml zwei Shots und 30 ml Base.

Das Verhältnis aus PG und VG im fertigen Liquid ergibt sich aus Base, Shots und Aroma zusammen. Wer ein bestimmtes Verhältnis will, nimmt eine Base, die dazu passt.
Ein Shortfill ist fertiges Liquid ohne Nikotin, das nicht ganz voll ist. Typisch sind 50 ml in einer 60-ml-Flasche. In den Leerraum passt ein Shot, das ergibt rund 3,3 mg/ml. In einer 70-ml-Flasche ist Platz für zwei Shots, dann sind es rund 5,7 mg/ml.
Ohne Shot kannst du ein Shortfill direkt dampfen. Seit der Liquidsteuer sind Shortfills in Deutschland selten geworden, Longfills haben ihren Platz übernommen.
Beim freien Mischen bestimmst du die Aromamenge selbst. Der Hersteller gibt sie in Prozent der Gesamtmenge an, meist zwischen 5 und 15 Prozent. Du rechnest Gesamtmenge mal Prozentwert: Bei 60 ml und 10 Prozent sind das 6 ml Aroma.
Fang am unteren Rand der Angabe an. Nachdosieren geht leicht, ein überaromatisiertes Liquid schmeckt scharf und lässt sich kaum retten. Notier dir jedes Rezept, dann kannst du es nachmischen.

Das Reifen heißt in der Szene Steepen. Fruchtige Liquids sind meist nach ein bis drei Tagen rund, manche dampfst du direkt nach dem Schütteln, das heißt Shake and Vape. Creme und Dessert brauchen eher ein bis drei Wochen, Tabak oft zwei bis vier.
Lager die Flasche verschlossen, dunkel und bei Zimmertemperatur und schüttel sie alle paar Tage. Wärme und offener Deckel verändern das Aroma. Steht eine Reifezeit auf dem Etikett, gilt die.

Zum Verdünnen gibst du nikotinfreie Base dazu. Die Rechnung: Ausgangsstärke mal Ausgangsmenge ist gleich Zielstärke mal Endmenge. 30 ml mit 6 mg/ml enthalten 180 mg Nikotin. Für 3 mg/ml brauchst du 60 ml, also 30 ml Base dazu.
Mehr Nikotin bekommst du mit einem Shot hinein. Mit der Base verdünnst du aber auch das Aroma, das Liquid schmeckt dann schwächer. Beides rechnet der Liquid-Rechner für dich aus.
Bei der Zugart lohnt ein Blick in MTL oder DTL: Für Pods und MTL passt eine Base mit mehr PG, für dichten Dampf eine mit mehr VG.
Alles zum Selbermischen findest du unter Mischen, fertige Liquids unter Liquids.
Ein Shot mit 20 mg/ml in 60 ml ergibt rund 3,3 mg/ml, zwei Shots rund 6,7 mg/ml. Die Base füllst du bis 60 ml auf.
Meist 5 bis 15 Prozent, die genaue Angabe steht auf der Aromaflasche. Bei 60 ml und 10 Prozent sind das 6 ml Aroma.
Fruchtige Liquids meist ein bis drei Tage, Creme und Dessert ein bis drei Wochen, Tabak oft zwei bis vier. Die Flasche lagerst du dabei verschlossen und dunkel.
Ja. Du füllst nur mit nikotinfreier Base bis zur Füllmenge auf und lässt den Shot weg.
Ein Longfill ist Aroma, das du mit Base auffüllst. Ein Shortfill ist schon fertiges Liquid ohne Nikotin, in das du Shots gibst.
Ja. Die Rechnung ist dieselbe wie bei Freebase. Salz-Shots fühlen sich bei gleicher Stärke weicher im Hals an.

Über den Autor
Philip
Vape-Urgestein
Philip ist im Hookain Onlineshop für die Vape-Welt zuständig: Pod-Systeme, Liquids, Geräte und Tabakerhitzer. Er schreibt Anleitungen und Vergleiche, die Technik verständlich machen – vom ersten Pod bis zur Fehlersuche, ohne Fachchinesisch.
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